Samstag, 4. Mai 2013

Baguette Brot II


Zutaten:
40 g Hefe, frisch
100 g Wasser
500 g Weizenmehl Typ 550
2 EL Backmalz
1 Prise Zucker
250 ml Mineralwasser
2,5 TL Salz

Zubereitung:
Das Mehl mit dem Backmalz in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken.
Wasser, Zucker und Hefe miteinander verrühren und in die Mulde gießen. 15 Minuten abgedeckt stehen lassen.

Mineralwasser hinzu gießen und alles kräftig verkneten (mit Handrührgerät und Knethaken oder auch per Hand) bis sich alle Zutaten miteinander verbunden haben. Dann das Salz einrieseln lassen und solange weiterkneten, bis der Teig anfängt lasen zu werfen. Das kann gut 15 Minuten in Anspruch nehmen!
Den Teig zu einer Kugel formen und in einer geölte Schüssel drehen, bis die Teigkugel vollständig von einem gleichmäßigen Ölfilm umgeben ist..
Abdecken und ca. 1 Stunde lang aufgehen lassen an einem warmen Ort - das Volumen sollte sich verdoppeln!

Wer eine Küchenmaschine hat, kann diese natürlich benutzen und dann entsprechend die Maschine für sich arbeiten lassen. Ich bevorzuge meinen Brotbackautomaten und nutze die reine Teigfunktion. Vorteil ist, das ich von Anfang an alles in den Automaten füllen kann (Aufheizfunktion ist bei mir 15 Minuten un Mineralwasser und Salz fülle ich ein, sobald die 15 Minuten um sind) und nur abwarten muss, bis der Teig gut aufgegangen ist :-) Ich gebe dann zusätzlich ca. 1 EL Öl mit in den Automaten.


Den aufgegangenen Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und mit Hilfe eines Teigspatels in 2 gleichgroße Stücke teilen.


Ränder unterschlagen und abgedeckt erneut ca. 15 Minuten ruhen (entspannen) lassen.


Jetzt werden die Teiglinge vorsichtig in eine rechteckige Form gedrückt - sie sollten längs vor einem liegen.

Das obere Drittel in die Mitte schlagen und vorsichtig mit den Fingern fest drücken.


Dann die obere Kante nach unten "umknicken" und mit den Fingern den Rand versiegeln. Wir haben jetzt Rollen! Diese werden nun noch vorsichtig solange hin- und her gerollt, bis die gewünschte Länge entstanden ist. Die Saumseite soll sich dabei oben befinden.


Ein Küchentuch kräftig mit Mehl bestreuen und die Teigrollen auf das Tuch legen. Dabei wird der Stoff zusammengeschoben (sogenannte couches), damit die Rollen stabil zwischen den Stofffalten liegen.



Abdecken und erneut ca. 15-30 Minuten aufgehen lassen - das Volumen soll sich wieder sichtbar vergrößern!

Backofen auf 220 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Je nach Größe der Baguettes bzw. des Backbleches muss man evtl. die Brote einzeln abbacken (war zumindest bei mir so).

Einen Brotschieber (Kuchen-bzw. Tortenheber funktioniert auch) bemehlen und ein Baguettes vorsichtig darauf rollen und dann auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Diagonal mit einem scharfen Messer 3 mal einschneiden.


Das Blech in den Ofen schieben und eine Tasse Wasser auf den Herdboden gießen.
Backzeit ca. 35 Minuten.

Brot heraus nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen (man kann es natürlich auch wunderbar warm servieren). Mit dem anderen Baguette ebenso verfahren.

Falls sich zuviel Mehl an der Oberfläche befindet, kann man dieses einfach mit einem Pinsel etwas herunter wischen.



Anmerkungen:
- das Rezept stammt aus "Petras Brotkasten" und hat mich schon länger gereizt :-) Heute war es dann soweit und ich habe es ausprobiert. An dieser Stelle mal wieder ein dickes Dankeschön an Petra für das klasse Rezept!
- Petra nimmt keinen Zucker, aber ich schwöre nun mal auf das "Anfüttern" der Hefe...
- im "Original" wird das Brot auf einem Stein gebacken - da ich so etwas nicht besitze, musste ein normales Backblech herhalten und ich finde, das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen :-)
- das Baguette ist schön knusprig und es duftet fantastisch
- von innen ist das Brot schön locker und großporig
- perfekt zum Grillabend oder einfach nur so zwischendurch
- der Geschmack ist ebenfalls toll und eigentlich benötigt man nicht mal Butter...
- man kann das "angebackene" Baguette auch einfrieren, dann sollte es aber auch schon nach ca. 25 Minuten aus dem Ofen geholt werden
- ich habe gleich das doppelte Rezept gemacht, also nicht wundern über das ein oder andere Foto ;-)
- man kann natürlich auch ein größeres (breiteres) Baguette backen und auch Brötchen
- der Teig ist sehr weich und läuft schnell auseinander, daher ist es wichtig, ihm durch das Geschirrtuch den notwendigen Halt zu geben, damit es nicht zur Fladenbildung kommt :-D

Kommentare:

  1. Wow das sieht ja richtig lecker aus, das muß ich auch einmal backen. Selbstgebackenes Brot schmeckt einfach besser. Bei mir gibt heute auf dem Blog eine leckeres Spargelrezept ;). lg Gabi

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  2. Sieht rustikal und sehr lecker aus. Schon abgespeichert. :-)

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Anna

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